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Chor präsentiert Liebeslieder der Romantik

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Medium: 
Schwäbische Zeitung
Datum: 
20.07.2010 (All day)

Konzert

Chor präsentiert Liebeslieder der Romantik

Bad Waldsee (but) - Bei einem Konzert des Kammerchores im Haus am Stadtsee haben Stücke von Brahms, Korngold und Schubert rund 220 Zuhörer im „Scala“ begeistert. Sie bekamen romantische Musik, lyrisches Melos, Walzer-und Ländlertakte geboten.

Im Mittelpunkt stand der „Liebesliederwalzer“, Opus 52: 18 Lieder in drei Teilen für einen vierstimmigen, gemischten Chor und Klavier. Johannes Brahms hat die Musik nach Liedern von Daumer aus dessen Sammlung „Polydora“ komponiert.

Schon in Teil eins klingt das Thema Natur, Liebe und einfaches Leben an: „Am Gesteine rauscht die Flut“, heißt es darin, und weiter: „ Die Frauen, wie sie Wonne tauen“. Expressionistische Dichte gestaltete die Sopranistin Barbara Sauter in dem Teil deutscher Volkslieder von Brahms.

„Wie komm ich denn zur Tür herein“, „Och Moder, ich will en Ding(Mann)han“, virtuos begleitet von Robert Häusle, der auch noch als temperamentvoller Dirigent und kundiger Moderator agierte.

Spätromantische Tonsprache

Dann wieder Chorgesang: „Ein kleiner, hübscher Vogel“ -- „Wenn so lind dein Auge mir und so lieblich schauet“ -- „Am Donaustrande“.

Den zweiten Teil des Programms eröffneten Barbara Sauter und Robert Häusle mit fünf Liedern von Erich Wolfgang Korngold nach Texten von Eichendorff: „Soll ich Dich nun verlassen“, hieß es da oder auch „Steht ein Mädchen an dem Fenster“. Die Tonsprache war spätromantisch, chromatisch und erinnerte an Richard Strauss.

Im dritten Teil des Walzers wieder Naturschilderungen -- Vögel,Wellen, Licht und „Nicht wandle mein Licht, dort außen im Flurbereich“, nuanciert gesungen von dem Tenor Kurt Rauch.

Letzter Höhepunkt des stimmungsvollen, heiter-melancholischen Abends war das „Ständchen“ von Franz Schubert, dem „Vater des romantischen Liedes“. Erst zögernd leise, dann rasch vorwärts drängend, in raschem Wechsel zwischen Solisten und Chor.

Es gab viel Beifall für diesen romantischen Sommerabend, den der Kammerchor und die Solisten unter Leitung von Robert Häusle durch sichere Intonation und harmonische Klangfülle der „chorischen Prunkstücke“ gestaltet hatten.

Für das Konzert des Kammerchors gab es viel Beifall. Foto: Moser