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Elternbrief 3 - 2009/10 (Weihnachten)

Datum: 
05.12.2009 (All day)

Bad Waldsee, 05.12.2009

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,

Weihnachten steht vor der Tür, die ersten Kerzen am Adventskranz brennen. Die Weihnachts­zeit und die Weihnachtsferien sind Tage, in denen wir darüber nachdenken können, was wirk­lich in unserem Leben zählt, wo die Prioritäten liegen. Leistung ist wichtig für uns selbst und für die Gesellschaft, Leis­tung soll Spaß machen, sie soll Anerkennung erbringen. Aber am wichtigsten ist die Seele, das mensch­liche Herz, das Gespür für das Angemessene. Fast alle Religionen der Welt teilen die Auffassung, dass am Ende die guten Taten und die gute Gesin­nung zählen.

Weihnachten an der Schule werden wir diesmal mit einem Weihnachtsgottesdienst am 21.12. in der 1. Std. für die Stufen 5 bis 13 im Musik­saal feiern. Die Schülerinnen und Schüler, die nicht daran teilnehmen, haben frei. Am letzten Schul­tag vor Weihnachten, also am 22.12.2009, ist von der 1.-3. Stunde Fach­unterricht, in der 4. Std. Klassenlehrer/-innenstunde. Um 11 Uhr fahren am ganzen Schulzentrum die Busse ab. In der Mensa gibt es bis 12 Uhr Snacks in der Cafeteria, falls noch jemand essen möchte. Nach Absprache mit der SMV entfällt in diesem Jahr die „Christmas Activity“.

Der erste Schultag nach den Ferien ist Montag, der 11.01.2010 (nach Stundenplan). Dann naht auch schon das Ende des ersten Schulhalbjahrs. Am 29.01.2010 bekommen die 13-er ihre Zeugnisse, am 09.02.2010 die Schüler/-innen der Stufen 5 bis 12. Unser Wintersporttag ist am Montag, den 08.02.2010 (nähere Infos erfolgen dann über unsere Sportfachschaft, die das Ganze organisiert). Vom 12.02.-17.02.2010 sind Fasnets­ferien, und am Freitag, den 19.02.2010, ist unser Elternsprechtag.

Nutzen möchten wir den Brief noch für einige andere Hinweise:

  1. Einige Klassen waren und sind von Stundenplanwechseln und auch Kol­leg(inn)enwechseln be­trof­fen. Das liegt daran, dass drei Kolleginnen in diesem Schul­jahr in den Mutterschutz gehen (worüber wir uns mit ihnen gerade am Weihnachtsfest freuen). Im Zusammenhang mit der H1N1-Grippe müs­sen sie in der Gefährdungsphase vorher schon zu Hause bleiben.
     
  2. Im Rahmen der weiteren Umstellung auf die „Kompetenzorientierung“ in G 8 (zuguns­ten der Schüle­rinnen und Schüler) ordnet das Kultusministerium nach und nach Fort­bildungen für die gan­zen Fachschaften an (sogenannte ZPGs). In diesem Schuljahr werden voraussichtlich die Fä­cher Französisch, Mathematik, Physik, Geschichte und Gemeinschaftskunde stattfinden. Das bedeutet, dass an jeweils 1 ½ Tagen diese Fächer vertreten werden müssen.
     
  3. Etwas „Nachlässigkeit“ schleicht sich mitunter bei den Beurlaubungen und Entschuldi­gungen ein. Rechtsgrundlage hierfür ist die Schulbesuchsverordnung. Ent­schuldigungen gibt es prak­tisch nur für Krankheitsfälle, die ja oft überraschend auftre­ten. Für alles Andere (also alle Ter­mine, die Sie im Vorhinein wissen: Arztbesuche [nur im absoluten Ausnahmefall], Firmtage, weitere religiöse Feiern, Sportveranstaltungen u.a.) müssen Beurlaubungen eingereicht werden – und zwar für einen Tag bei dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin, ab zwei Tagen bei der Schulleitung (Ausnahme: 1 Tag Beurlaubung direkt vor oder direkt nach den Ferien muss auch bei der Schulleitung beantragt wer­den) . Den Fall also, dass jemand anruft und sein Kind im Nachhinein zum Beispiel für das Fernblei­ben wegen einer religiösen Feier entschuldigt, gibt es rechtlich nicht.
     
  4. Immer wieder kommt es (leider auch bei uns) vor, dass Schülerinnen und Schüler leicht­fertig mit anti­semitischen, rassistischen oder sexistischen Äußerungen und Beleidi­gungen hantie­ren. Im schlimmsten Fall bringen sie sogar derartige Symbole an Bänken und Tischen an. Bitte weisen auch Sie Ihre Kinder darauf hin, dass die Gerichte in Ba­den-Württemberg (mit Recht und ganz im Sinne unseres Leitbilds „Transparenz, Wert­schätzung und Kommunikation“) hier jetzt immer strenger und klarer verfahren. Wenn Schüler/-innen dabei ertappt werden, wenn Bestätigungen vorliegen und dann von der Schule entsprechende Erziehungs- und Ordnungs­maßnahmen nach Schulgesetz § 90 ausgesprochen werden (sollen), entscheiden die Gerichte ganz im Sinne einer „Moral­stärkung“. Das­selbe gilt etwa für den Alkoholmissbrauch oder die Weitergabe von Al­kohol an der Schule (bei­spielsweise an Fasnet). Hier sollten auch Sie Ihren Kindern klar machen, dass die Schule bei derarti­gen Fällen die Polizei rufen muss und dass im Falle von Alkoholmissbrauch Konse­quenzen für den Führerscheinerwerb drohen. Das alles sind also keine „Kavaliersde­likte“.
     
  5. Manche Schüler/-innen benutzen auch leichtfertig den Begriff „Amok“. Hier müssen wir darauf hin­weisen, dass die Schule bei diesbezüglichen schriftlichen oder mündli­chen Äußerungen (auch im Internet; im Chat; per SMS oder per Mail) sofort das Kri­senhandy am RP Tübingen und die Polizei informieren muss. Mehrfach geschah das jetzt schon an Schulen in Baden-Württemberg. Alles An­dere als „lustig“ für die betrof­fenen Schüler/-innen, ihre Eltern und die Schule wird es dann nach Auskunft des Regie­rungspräsidiums, wenn nach einer Meldung bei der Polizei eine schwer bewaff­nete Einsatztruppe anrückt. Das führt nicht nur zu finanziellen Folgen, sondern vor allem zu Trau­mati­sierungen der betroffenen Schüler/-innen, die ja nur „ein Späßchen machen“ wollten.
     
  6. Die Realschule hat ihren nicht mehr gut besuchten Lehrer-Eltern-Schüler-Chor zu einem „Schul­zent­rumschor“ ausgebaut und lädt dazu auch alle Eltern des Schulzentrums ein. Leider liegen die Probentermine am Mittwochabend parallel zu den Proben unseres Kammerchors am Gymnasium, in dem auch Eltern und ehemalige sowie amtierende Kolleg(inn)en mitsingen. Nä­heres zum Schulzent­rumschor erfahren Sie über die Real­schule

Der wegen Krankheit entfallene Vortrag „Kids online – Gefahren im Netz“ findet für die Eltern am 20.01.2010 in der Mensa für ein größeres Publikum statt. Weiteres erfahren Sie über die Presse und über die Homepage. Die „konkreten Tipps“ von Eltern für Eltern (aus unserer Sicht sehr wertvoll!) holen wir an ei­nem eigenen Abend nach.

Zu unserer großen Zufriedenheit gestaltet sich der Mensabetrieb. Das Essen und das Ambiente sind „klasse“! Ein herzliches „Dankeschön“ hierfür an die Stadt und an die Betreuungskräfte.

Wir danken allen Eltern, allen Kolleginnen und Kollegen, allen Schülerinnen und Schülern, unseren Freun­den in zahlreichen Einrichtungen für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Hervorragend bewährt haben sich wieder die zahlreichen „ELSA-Arbeitskreise“ – jeweils aus Eltern, Lehrer/-innen und Schüler/-innen (Steuergruppe; Careerday; Innengestaltung; Medienkompetenz; Mottomonate; Öffentlichkeitsarbeit; Schul­fest; Schulpartnerschaften; Sucht- und Gewaltprävention). Allen, die sich hier engagieren, herzlichen Dank! Schön, dass auch so viele Schüler/-innen mitwirken!

Nun verbleibt uns, Ihnen und Euch allen eine gute und besinnliche Adventszeit zu wünschen, ein Weih­nachtsfest, das über das Materielle hinausgeht und das in unsere Seelen dringt, dann freilich erholsame Feier- und Ferientage und ein gutes Neues Jahr 2010, in dem wir uns alle wieder wohlbehalten und frisch gestärkt sehen mögen!

Wer die Einstimmung an Weihnachten musikalisch erleben möchte: Unser Kammerchor am Gymnasium singt am Sa., den 19.12.2009, 19.30 Uhr in St. Verena Bad Wurzach, und am So., 20.12.2009, 16.00 Uhr in St. Peter und Paul Reute zusammen mit dem Kirchenchor Bad Wurzach die Teile I-III des Weihnachtsora­toriums von Johann Sebastian Bach. Beide Chöre stehen unter der Leitung unseres Musiklehrers Herrn Häusle. Wunderbare Weihnachtsmusik erwartet Sie.

Zum Schulstart im neuen Jahr hat sich unsere ELSA-Gruppe „Mottomonate“ etwas Besonderes einfallen lassen. Mehr verra­ten wir hier an dieser Stelle nicht. Alles Gute bis dahin!


Dr. Wolfram Winger        Gottfried Eisele