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Schülermentoren für den Klima- und Umweltschutz

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Medium: 
Schwäbische Zeitung
Datum: 
05.02.1010 (All day)

Schülermentoren

Jugendliche erwärmen sich für den Klima- und Umweltschutz

Bad Waldsee (lim) - Klimaschutz ist ein aktuelles Thema, das gerade Jugendliche sehr beschäftigt. Das Regierungspräsidium Tübingen bot im Herbst vergangenen Jahres eine Fortbildung zum „Schülermentor für den Natur- und Umweltschutz“ an. Zwei Schülerinnen des Gymnasiums Bad Waldsee haben daran teilgenommen und zeigten den Fünftklässlern in einer Rallye, wie man Energie sparen kann.

In zwei Klassenzimmern zeigten Lisa Jäger und Rebecca Militz aus der neunten Klasse etwa 30 Schülern der fünften Klassen, wie sie Strom sparen können, welches Material am besten isoliert und wie der Treibhauseffekt funktioniert. Die beiden Schülerinnen hatten im vergangenen Herbst an einer Fortbildung in Friedrichshafen teilgenommen, die das Regierungspräsidium Tübingen ausgeschrieben hatte. Ihre Biologielehrerin Eva-Maria Bühler hatte den beiden engagierten 13-Jährigen die Teilnahme vorgeschlagen.

„Ich interessiere mich schon immer für den Klimaschutz. Meine Eltern haben auch ein sogenanntes Öko-Haus“, erzählt Rebecca. Zur Fortbildung wollte sie gehen, damit sie mehr über dieses wichtige Thema erfährt. Auch Lisas Eltern besitzen ein umweltfreundliches Haus und durch die Fortbildung habe sie ihr Verhalten verändert: „Jetzt schalte ich, wenn ich aus dem Haus gehe, immer das Licht und die Heizung aus. Außerdem fahre ich mehr mit dem Bus, das alles habe ich zwar früher schon gemacht, nur mache ich es nun bewusster.“

„Der Ausbildungskurs zum ‚Schülermentor für den Natur- und Umweltschutz‘ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport und des Umweltministeriums Baden- Württemberg“, sagt Eva-Maria Bühler, Lehrerin am Gymnasium. „Das Hauptthema der Fortbildung war die globale Erwärmung. In einzelnen Übungen haben die Mädchen beispielsweise mit dem Luxmeter die Lichtstärke gemessen, oder gelernt, welche Materialien am besten isolieren. Einige dieser Stationen haben wir auch in unsere Rallye für die Kleineren eingebaut, aber vieles haben wir uns dazu selbst ausgedacht“, sagt Lisa. Über 20 Arbeitsstunden hat die Vorbereitung für die fast zweistündige Rallye gekostet, am vergangenen Samstag haben die Zwei den ganzen Tag gearbeitet.

Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben. Die Fünftklässler haben freiwillig an dem Projekt teilgenommen und sind mit Begeisterung dabei. Beim Isolationswettbewerb müssen die Mädchen und Jungen eine Flasche mit Federn, Zeitungspapier, Klebeband, Luftpolster- und Alufolie so verpacken, dass das warme Wasser darin möglichst lange warm bleibt. „Jetzt machen wir die Flaschen auf und messen die Temperatur nach“, weist Rebecca nach einer Stunde an. Dann gibt es Jubel bei gleich zwei Gruppen, nur drei Grad kälter ist das Wasser. Zum Schluss bekommen alle Teilnehmer noch eine Urkunde und Gummibärchen zur Belohnung.

Klima-AG gründen

Die nächste Schule, die „Ökomentoren“, ist in Leutkirch, erzählen Rebecca und Lisa: „Beim Kurs waren aus ganz Baden-Württemberg zwölf Schulen mit je zwei Schülern vertreten.“ Das, was die beiden bei ihrer Fortbildung gelernt haben, möchten Lisa und Rebecca an andere weitergeben. Das geschah schon durch die Rallye, und weiter wollen die beiden im Mai an einer Aufbau-Fortbildung teilnehmen und mit zwei älteren Schülern eine Klima-AG gründen. „Das ist aber noch in Planung“, sagt Lisa. Tipps fürs Energiesparen haben die „Ökomentorinnen“ ebenfalls parat: „Energiesparlampen benutzen, Licht und Heizung nur bei Bedarf anschalten und weniger mit dem Auto fahren, lieber Bus oder Rad benutzen.“