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Donnerstag, 29 Oktober 2020 11:36

Startertage 2020 - Drei 5. Klassen pflegen die Klassengemeinschaft

 

Die Lage ist wieder schwieriger geworden in den letzten Wochen, auch an den Schulen. Dass die Startertage für die drei neuen fünften Klassen in den drei Wochen vor den Herbstferien dennoch stattfanden, verdeutlicht den Stellenwert dieses Tages für die schulische Entwicklung der Kinder und dessen Akzeptanz als solcher im Kollegium. Denn hier lernen die Kinder sich nicht nur gegenseitig besser kennen, manchmal auch von einer anderen Seite, wenn man, wie einige, im Grunde schon viele Jahre in der Grundschule miteinander verbracht hat. Ganz neben Spiel, Herausforderungen für die Gruppe und Erlebnisgeschichten geht es nämlich auch darum, die Hilfsangebote des Gymnasiums kennenzulernen, da der Startertag in Anwesenheit der Klassenleitungstandems unter Leitung der Beratungslehrerin (Birgit Bader-Sickinger) und des Schulsozialarbeiters (Mathias Stöhr) stattfindet.

Dieses Jahr fanden die drei Startertage nicht wie sonst im Tannenbühl statt, sondern zunächst zwei Termine lang im Prisma, dem Jugendkulturhaus Bad Waldsees, nach der Entwicklung der Corona-Zahlen schließlich dann in der dritten Woche am Gymnasium selbst. Jedoch scheint das Wichtigste am Konzept der Arbeit an der Gruppenfindung - und allen präventiv arbeitenden Programmen - doch letztendlich zu sein, dass die Kinder frei von Notenfindung Zeit miteinander verbringen. In pädagogisch durchdachter Atmosphäre erfahren sie an konkreten Erlebnissen im Kleinen, was es heißt, zusammenzuhalten, miteinander zu gewinnen, zu verlieren oder eben auch, eine Herausforderung wie das Springen über ein Schwungseil zu meistern, wenn die ganze Klasse „durch“ muss. Schaffen es drei nicht, muss die ganze Gruppe nochmal springen, was meist dazu führt, dass die Gruppen Strategien entwickeln, um sich untereinander zu stützen, sodass am Ende gemeistert wird, was vorher unerreichbar schien. Und klappt es nicht, stehen wieder die Berater/Beraterinnen zur Seite, die mithelfen und Mut machen. Die Tage fanden drinnen und draußen statt und beinhalteten sehr abwechslungsreiche Phasen mit Bewegung, Innehalten, reinem Spiel und dem Abschluss mit einer pädagogischen Geschichte, die vorgelesen und anschließend im klärenden Gespräch miteinander besprochen wurde. Eine Geschichte über ein Fantasievölkchen, das sich gegenseitig warme Pelzchen schenkt und glücklich lebt, bis ein Kobold diese Idylle zerstört. Was diese Geschichte mit ihnen selbst und ihrer Klasse zu tun haben könnte, das wussten die Kinder gleich. Manche Klassen konnten so von sehr beeindruckenden Methoden ihrer ehemaligen KlassenlehrerInnen an den Grundschulen berichten, wie die Klassengemeinschaft gehegt und gepflegt wurde. Jedenfalls kam dabei heraus, dass es sehr wichtig ist, zu wissen, wie mit Streitigkeiten umgegangen werden soll und, dass man diese auch überwinden kann, vorausgesetzt es gibt Mitschüler und Mitschülerinnen in der Klasse, die auch mal tröstliche, versöhnende und klärende Worte übrig haben oder sich entschuldigen können. Am Ende bekamen die Kinder ein symbolisches Pelzchen geschenkt – eine gute Voraussetzung zur Weiterarbeit für die Klassenleitungsteams. Danke allen Beteiligten und Organisatoren!

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