Am Montag, den 08.06.2026 kamen nachmittags 13 leicht nervöse französischen Austauschpartner und ihre beiden Begleitlehrerinnen, Mme Neumann und Mme Pouget am Bahnhof in Bad Waldsee an, wo sie von ihren ebenfalls sehr gespannten deutschen Partnern sehr freundlich empfangen wurden. Kaum war das Gepäck in den elterlichen Autos verstaut, so ging es sofort zu Fuß zur Stadtbücherei, wo wir wieder sehr herzlich von unserer Bürgermeisterin Frau Ludy begrüßt wurden. Frau Denfeld und Frau Schäfer hießen die französischen Gäste willkommen und stellten das Programm für die folgenden Tage vor. Zum Abschluss wurden wir mit leckeren Brezeln und Getränken verwöhnt, die Frau Ludy uns gesponsort hatte.

Frisch gestärkt zogen die Schüler in deutsch-französischen Kleingruppen los zur Stadtrallye, bei der sie gemeinsam die Stadt erkundeten, Aufgaben lösten und Fotos für unser deutsch-französisches Fotoprojekt „Regards croisés“ machten.

Um 18:30 Uhr wurde es wieder spannend für die französischen Schüler, denn da ging es dann in die deutschen Austauschfamilien...

Am nächsten Morgen meinte es der Himmel nicht gut mit uns, und v.a. die französischen Schüler kamen mit kleinen Augen um 7:30 Uhr in der Schule an. Wer normalerweise erst um 8:30 Uhr in der Schule sein muss, für den war diese frühe Uhrzeit sehr gewöhnungsbedürftig.

Alle französischen Schüler nahmen an den ersten vier Unterrichtsstunden des Tages teil, ein für sie offensichtlich sehr interessantes Erlebnis, das ihnen gut gefallen hat. In der fünften Stunde lernten sich die Schüler bei kleinen Spielen untereinander besser kennen. Leider regnete es unglaublich stark, deshalb verlagerten wir die mittägliche Vesperpause kurzerhand ins Schulgebäude und gingen erst später zu Fuß zum Kletterpark Tannenbühl, wo wir schließlich tatsächlich trocken ankamen.

Nachdem alle bereits satt waren, konnten wir gleich in die Klettergurte schlüpfen, und nach einer Einweisung war für den Großteil der Schüler kein Halten mehr. Knapp vier Stunden kletterten sie und meisterten alle erlaubten Parcours. Dass der Spaß groß und viel Adrenalin mit im Spiel war, war weithin deutlich zu hören!  Ein abgestürzter Schuh und eine abgestürzte Brille konnten glücklicherweise unversehrt geborgen werden, so dass am Ende alle ausgepowert aber zufrieden den Abend in den Familien verbringen konnten.

Der Mittwoch begann wieder mit zwei Unterrichtsstunden, diesmal für alle Französisch – eine interessante Erfahrung sowohl für die französischen als auch für die deutschen Schüler.

Nach der großen Pause und einem letzten Gruppenfoto im Schulhof holten alle ihr Gepäck und gingen bei strömendem Regen zur Bushaltestelle „Frauenberg“, von wo aus wir mit dem Schnellbus nach Ravensburg fuhren. Das Gepäck konnten wir wieder im Haus der Katholischen Kirche abstellen, so dass alle in den nächsten drei Stunden gemütlich durch Ravensburg schlendern und sich die Stadt und die Geschäfte anschauen konnten. Ein Großteil der Schüler stattete NEW YORKER einen Besuch ab, der daraufhin ein recht gutes Geschäft machte. ; )

Pünktlich um 13 Uhr waren alle zurück am Treffpunkt, und kurz darauf machten sich 26 Schüler, vier Lehrerinnen und knapp 30 Rollkoffer auf den Weg übers Kopfsteinpflaster zum Bahnhof – wie jedes Jahr ein echtes Spektakel! Leider mussten wir unsere Reiseroute wieder einmal spontan ändern, da es keine Zugverbindung nach Friedrichshafen gab. Also quetschten wir uns zusammen mit zahlreichen weiteren Fahrgästen um 14:30 Uhr in den Schnellbus nach Konstanz. Das Wetter war so mies, dass wir nicht einmal die schöne Aussicht genießen konnten, die man sonst bei der Überquerung des Bodensees mit der Fähre hat. Ab Konstanz verlief dann zum Glück alles nach neuem Plan, und gegen 20 Uhr kamen wir schließlich in Breisach an, wo alle von ihren Familien abgeholt wurden.

Am Donnerstagmorgen führte uns der Weg ins wunderschöne Colmar, das auch bei bedecktem Himmel und leichtem Wind eine gute Figur machte. In deutsch-französischen Kleingruppen entdeckten die Schüler bei einer Stadtrallye die schöne Stadt, machten tolle Fotos und waren wieder pünktlich zurück am Treffpunkt. Nach dem gemeinsamen Vesper auf dem Champs de Mars spielten wir ein interaktives, deutsch-französisches Spiel auf Zeit. Da die Schüler das Spiel erfolgreich zu Ende brachten, gab es im Anschluss daran zur Belohnung eine Kugel Eis für alle. Danach hatten die Schüler knapp drei Stunden Zeit zur freien Verfügung, erkundeten nochmals auf eigene Faust die Stadt und kauften sich schöne Souvenirs – oder eine 5l-Wasserflasche zum Schnäppchenpreis von 0,98€ für die ganze Gruppe! : )

Der Bus holte uns pünktlich um 16 Uhr am Treffpunkt ab. Mit dem Ende der letzten Schulstunde um 17 Uhr war auch das offizielle Programm dieses Tages vorbei, und alle gingen wieder mit ihren Austauschpartnern zurück in die Familien.

Der Freitagmorgen startete mit unserem Fotoprojekt „Regards croisés“ im Computerraum des Collège. Anschließend waren alle deutschen Schüler für zwei Schulstunden im französischen Unterricht, während die französischen Schüler weiter an unserem Projekt arbeiteten. Um 12 Uhr trafen sich dann alle in der Kantine zum Essen wieder, wo es Fisch mit Tagliatelle und Brokkoli und zum Dessert ein Stück Apfelkuchen oder Flan nach Wahl gab. Zusätzlich konnte sich jeder noch an der Salatbar bedienen, wo es außerdem noch halbe Grapefruits gab. Das Essen schmeckte vorzüglich, und man merkte deutlich, dass in der Kantine regional und bio gekauft und vor Ort mit Liebe gekocht wird. Einfach toll!

Nach dem Mittagessen gingen wir zu Fuß ins schöne benachbarte Neuf Brisach und besuchten das dortige Street Art Museum MAUSA. Bei einer Führung durch das Museum in der Wehrmauer der Stadt erfuhren wir jede Menge über die unterschiedlichen Künstler, ihre Spleens, ihre Botschaft, Werke - eindrucksvolle, zum Teil lustige, nachdenkliche, überraschende und überwiegend sehr farbenfrohe Graffitis. Alle waren begeistert!

Nach diesem letzten offiziellen Programmpunkt brach schon der letzte Abend des Kurzaustauschs an.

Am Samstagmorgen waren alle pünktlich am Bahnhof von Breisach, und nach einem letzten Gruppenfoto auf dem Bahnsteig hieß es Abschied nehmen…Umarmungen, bisous und viel Winken bei der Abfahrt des Zuges.

Aus Fremden sind Freunde geworden.

Dir Rückfahrt verlief ruhig und glücklicherweise ohne Zwischenfälle – ganz im Gegenteil: Am Ende kamen wir sogar eine halbe Stunde früher als geplant in Bad Waldsee an, wo wir von den Eltern in Empfang genommen wurden. Eine schöne Austauschwoche war zu Ende.

DANKE an alle, die dabei waren, für ihre freundliche, unkomplizierte Art, ihre Zuverlässigkeit und allen Spaß, den wir zusammen hatten!

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