Hauptmann Markus Kribelbauer, Jugendoffizier in Ulm, selbst Berufssoldat, hat als solcher einen informierenden Auftrag. Häufig besucht er Schulklassen der Region und informiert die Jugendlichen und jungen Erwachsenen darüber, warum die Bundeswehr wachsen sollte und, welche Möglichkeiten die Bundeswehr inhaltlich und finanziell bietet. Am 11.5. fand diese Veranstaltung für die 11. Klassen am Gymnasium statt. Einer der Schülersprecher, Leandro Oliva Gretzbach, hatte sie im Rahmen des Gemeinschaftsunterrichts organisiert.

Hauptmann Kribelbauer gestaltete seinen Vortrag sehr persönlich, erzählte der Schülergruppe seinen eigenen Werdegang und deckte bei der Zusammenfassung der Laufbahnen und Karrieremöglichkeiten auch Fehlinformationen auf, die manchmal in der Presse landeten. So würden Soldaten und Soldatinnen im freiwilligen Wehrdienst nicht wie alle anderen Dienstgrade in Notfällen in Einsätze geschickt, sondern würden allenfalls im Katastrophen- bzw. Heimatschutz eingesetzt.

Der Jugendoffizier hielt einen ansprechenden und interessanten Vortrag über die Bedrohungslage in Deutschland, Europa und der Welt und stellte eindrücklich dar, warum die Bundesregierung sich – nicht zuletzt durch die Anforderungen des Grundgesetzes – dazu verpflichtet sehe, Bürger- und Bürgerinnen verteidigen zu können. Die männlichen Schüler, welche bald 18 werden, bekommen demnächst einen Fragebogen zugeschickt, den sie ausfüllen und zurücksenden müssen. Sie können darin aber momentan noch bekunden, kein Interesse an einem freiwilligen Wehrdienst zu haben und hören danach nichts mehr von der Bundeswehr. Andere werden eingeladen und weiter informiert. Gemäß der Bundesregierung müsse die Bundeswehr „aufwachsen“, um der Bedrohungslage durch Russland gewachsen zu sein. Die sehr guten Verdienstmöglichkeiten bei der Bundeswehr können unter dem Stichwort „Besoldungstabellen“ nachgeschaut werden, wie auch die Karrieremöglichkeiten, Zuschüsse zum Führerschein, Berufsförderung, bezahlte Studiengänge und dergleichen. Vor allem aber benennt der Hauptmann den in seinen Augen „sinnstiftenden Dienst“. Europa müsse lernen, auf sich aufzupassen und mehr Beitrag zur Sicherheit leisten im Anblick wesentlicher Gefahren, wie völkerrechtlicher Angriffskriege und der Drohung des amerikanischen Präsidenten, das NATO-Bündnis zu verlassen bzw. einem Mitgliedland mit der Übernahme zu drohen. Informationen zur Grundausbildung rundeten den Vortrag ab, die Schülerinnen und Schüler hörten interessiert zu und es wurde sicherlich klar, dass der Wehrdienst und die Bundeswehr also solche in Deutschland auf festen demokratischen Grundüberzeugungen fußen, vor allem aber, dass es darum geht, für mehr Schutz und Verteidigung zu sorgen. Im Übrigen sind Angriffskriege in Deutschland, so erinnert der Hauptmann, gemäß des Grundgesetzes verboten und die Bundeswehr wünsche sich, dass es gar keine Einsätze geben müsste.

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